MBTI-/Enneagramm-Korrelation: Analyse von 136.288 Personen

Veröffentlicht von: enneagram-personality.com
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Stichprobe: 136.288 Personen, die diesen Enneagramm-Test zwischen dem 26.02.2023 und dem 20.01.2026 absolviert haben.
Angewandte Filter: eindeutige IP-Adressen sowie ein ausreichend hoher Primärtyp-Score (>15% über dem zweithöchsten Typ), um die Zuverlässigkeit der Ergebnisse zu maximieren.

Typ 1 2 3 4 5 6 7 8 9
ENFJ 7.79% 21.27% 33.87% 6.27% 0.16% 7.61% 15.22% 3.88% 3.93%
ENFP 1.13% 15.37% 11.20% 21.32% 0.19% 3.43% 38.60% 2.64% 6.11%
ENTJ 9.97% 2.75% 21.40% 2.11% 0.78% 3.62% 11.18% 47.05% 1.14%
ENTP 1.51% 2.62% 6.92% 10.04% 1.25% 1.67% 56.62% 16.93% 2.43%
ESFJ 5.87% 27.96% 32.05% 2.45% 0.29% 13.23% 7.41% 2.74% 7.99%
ESFP 2.34% 19.80% 18.43% 6.65% 0.36% 5.48% 31.77% 5.36% 9.80%
ESTJ 15.94% 4.74% 32.65% 0.87% 0.18% 9.24% 7.24% 25.36% 3.78%
ESTP 2.20% 4.08% 17.48% 3.20% 0.48% 3.08% 43.59% 21.23% 4.66%
INFJ 13.32% 15.65% 2.33% 20.46% 2.10% 18.46% 3.70% 2.09% 21.89%
INFP 1.47% 9.18% 0.80% 51.14% 0.98% 6.71% 3.69% 1.02% 25.00%
INTJ 20.15% 2.16% 1.70% 7.90% 32.00% 10.82% 3.47% 15.72% 6.09%
INTP 3.04% 2.11% 0.74% 24.22% 36.49% 5.49% 7.61% 4.95% 15.35%
ISFJ 9.11% 18.52% 2.51% 4.04% 0.56% 30.57% 1.40% 1.37% 31.92%
ISFP 0.99% 9.87% 1.47% 17.84% 0.53% 11.79% 4.10% 1.56% 51.84%
ISTJ 26.04% 4.23% 2.59% 2.35% 5.83% 28.91% 1.70% 8.21% 20.15%
ISTP 3.19% 3.10% 1.87% 8.19% 18.58% 10.08% 7.82% 9.85% 37.32%

FAQ

Welche MBTI-/Enneagramm-Korrelationen sind am stärksten?

Die stärksten beobachteten MBTI–Enneagramm-Korrelationen sind:

  • 56.62% der ENTPs sind Typ 7 (Genießer / Abenteurer).
  • 51.84% der ISFPs sind Typ 9 (Friedensstifter / Vermittler).
  • 51.14% der INFPs sind Typ 4 (Künstler / Träumer).
  • 47.05% der ENTJs sind Typ 8 (Führungspersönlichkeiten / Herausforderer).

Diese Korrelationen entsprechen grob „eins von zwei“ (1/2 = 50%). So scheint beispielsweise etwa die Hälfte aller INFPs Typ 4 zu sein – und nicht einen anderen Enneagramm-Typ.

Abseits dieser Spitzenwerte sind die meisten anderen Korrelationen deutlich gleichmäßiger verteilt (etwa ein Drittel, ein Viertel oder ein Fünftel) – oder sie treten erheblich seltener auf.

Sind alle MBTI-/Enneagramm-Kombinationen möglich?

Theoretisch ja – denn die beiden Systeme ergänzen einander. In der Praxis sind jedoch manche Kombinationen deutlich häufiger als andere, weil bestimmte Muster kognitiver Funktionen auf natürliche Weise mit bestimmten Enneagramm-Typen zusammenfallen.

So sind beispielsweise 51.14% der INFPs Typ 4 (der Künstler) – also ungefähr jeder zweite INFP. Diese Passung ist plausibel: Die dominanten kognitiven Funktionen des INFP (introvertiertes Fühlen und extravertierte Intuition) begünstigen oft ein Profil, das besonders feinfühlig, fantasievoll und stark werteorientiert ist. Diese Merkmale passen eng zu Typ 4, der nach innen ausgerichtet ist und häufig durch eine reiche innere emotionale und imaginative Welt gekennzeichnet wird.

Demgegenüber ordnen sich nur 0.8% der INFPs Typ 3 (das Chamäleon) zu – also weniger als einer von hundert. Auch das ist konzeptionell stimmig: Typ 3 ist stark auf äußere Leistung, Status und soziale Bestätigung ausgerichtet. Menschen, bei denen dieses Muster ausgeprägt ist, verfügen häufig über ein gut entwickeltes extravertiertes Fühlen, etwa ENFJs oder ESFJs; bei ihnen sind 33.87% bzw. 32.05% Typ 3.

Worin besteht der Unterschied zwischen MBTI und dem Enneagramm?

Der MBTI®-Test (in den 1940er-Jahren entwickelt und im Besitz eines privaten Unternehmens) basiert auf Carl Jungs kognitiven Funktionen. Er beschreibt, wie Menschen – aus Präferenz oder Gewohnheit – Informationen wahrnehmen und Entscheidungen treffen.

Das Enneagramm, das über tausend Jahre alt ist und keinen eindeutig belegten Ursprung hat, entwickelte sich durch die Arbeit vieler Mitwirkender – besonders durch Don Richard Riso in den 1970er-Jahren sowie den Psychiater Claudio Naranjo ab den 1980er-Jahren. Im Zentrum stehen tiefere motivationale Antriebe: Beschrieben wird eine zwanghafte psychologische Schleife. Jeder Enneagramm-Typ spiegelt ein Grundmuster wider, um das eine Person sich über weite Teile ihres Lebens unbewusst drehen kann.

Kurz gesagt: Der MBTI erklärt vor allem das Wie des Verhaltens (kognitive Präferenzen), während das Enneagramm den Blick auf das Warum richtet (Motivation, Ängste und Wünsche). Zusammen verwendet, ergänzen sich beide Systeme hervorragend.

Wie wichtig ist das Enneagramm für persönliche Entwicklung?

Das Enneagramm liefert konkrete Einsichten in den tieferen Kern der Persönlichkeit – einschließlich Motivation, Ängsten, Wünschen, Vermeidungsstrategien und Abwehrmechanismen. Es hilft außerdem, das innere Gleichgewicht einzuschätzen: Zwei Menschen mit demselben Enneagramm-Typ können sehr unterschiedlich wirken – je nach ihrem psychischen Gesundheitsniveau und danach, wie wirksam sie den zentralen Zwang ihres Typs handhaben.